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FERNSEHEN UM JEDEN PREIS

LINEARER TV-KONSUM WAR GESTERN. HEUTE SCHAUT
MAN, WANN MAN WILL, WO MAN WILL UND VOR ALLEM
WOMIT MAN WILL. EINE KLEINE EXPEDITION DURCH
DEN (AUDIO)VISUELLEN DSCHUNGEL.

FERNSEHEN UM JEDEN PREIS

Sie waren die Renner im letztjährigen Weihnachtsgeschäft:
Curved-TVs, Riesenfernseher, UHD TV bis
hin zu Top-Geräten, die einen Megabildschirm mit extrem
hoher 4k-Auflösung kombinieren und dazu auch
noch gebogen sind. Für letztere musste man allerdings
ein wahrlich gut gefülltes Sparschwein schlachten,
denn für einen 72 Zoll Display-Markenfernseher
muss(te) man immerhin an die 4.000 Euro löhnen.
Das wahre Weihnachtswunder gab es allerdings um
zwei Nullen weniger zu erwerben. Rund 40 Euro kostet
der potente Winzling, der je nach Anbieter entweder
auf „Chromecast”, „Fire Stick” oder „Wireless Display
Adapter” hört. Das gemeinsame Thema, das sie verbindet,
lautet „Streaming”. Dabei wird das in Größe
und Form einem USB-Stick ähnliche Gerät in einen der
HDMI-Eingänge des Fernsehers gesteckt und kommuniziert
dann per WLAN mit dem Smartphone des
Benutzers. Der Clou: Alles, was man an Fotos oder Bewegtbildern
auf dem smarten Handy oder Tablet konsumiert,
wird an den Fernseher geschickt (gestreamt)
und dann im Großformat und bis zu einer Auflösung
von 1080p, also in High Definition (HD), wiedergegeben.
Wozu das Ganze? Ein erheblicher Teil der Handy-
User zieht sich bevorzugt YouTube-Videos rein, egal ob
unterwegs oder zu Hause. Diese kann man sich dann
auf dem TV in guter Bild- und Tonqualität anschauen.
Besonders praktisch sind Streaming Sticks dann,
wenn man Abonnent von VoD-Anbietern wie etwa
N etflix, Viewster oder Amazone Video ist (um nur ein
paar zu nennen). Diese Video-on-Demand-Dienste
zeigen sich als Online-Videotheken, bei denen man
ältere Filme gratis und aktuelle Streifen und Serien
kostenpflichtig konsumieren kann. Smart TV-Besitzer
werden zu Recht das Argument ins Treffen führen,
dass man nicht zwingend einen Streaming Stick benötigt,
verfügen Internet verbundene Fernseher ja
über entsprechende Apps, welche direkt am Fernsehschirm
gestartet werden können. Das stimmt zwar,
nur ist deren Steuerung per Fernbedienung oder Handy-
Remoteapp alles andere als nutzerfreundlich, teilweise
sogar ziemlich nervig.

DIE REALITÄTEN VERSCHWIMMEN. Der „Gefahr”, dass
sich das Fernsehverhalten der User immer mehr auf Handy, Tablet und PC verlagert, treten die TV Gerätehersteller
mit einem wahren Pixelwettrüsten entgegen.
War bereits der Umstieg von SD (Standard
Definition: 720 x 576 p) auf HD (High Definition:
1920 x 1080p) ein Quantensprung in Sachen Bildqualität,
legte zuletzt der UHD-Standard (Ultra High
Definition) die Latte noch höher. Soll heißen: bei
7680 Horizontalzeilen und 4320 Vertikalzeilen ergibt
das über 33 Millionen Bildpunkte, oder anders ausgedrückt:
Das Bild ist echt „knackescharf”. Und
wenn erst einmal ein technischer Overkill stattfindet,
dann ist der auch nur schwer zu stoppen, weshalb
auch schon die ersten 8k-TVs am Markt erhältlich
sind.

Doch Pixel hin, Zeilen her, aus den Tiefen der Spielewelten
erwächst die eigentliche Revolution des Fernsehens
und die braucht nicht einmal einen Riesenbildschirm,
geschweige denn überhaupt ein TV-Gerät.
„Gear”, „Vive” oder „Rift” sind sie benamt, verfügen
allesamt über ein „Head-Mounted Display” und bilden
die virtuelle Realität ab: VR Brillen. Aber der Reihe
nach. Head-Mounted Display bedeutet nichts anderes
als dass das komplette Equipment direkt am Kopf
befestigt wird, und zwar in Form einer klobigen Brille,
in welche spezielle Minibildschirme eingelassen sind,
die die virtuellen Informationen direkt vor den Augen
des Benutzers aufbauen. Die Quell-Infos erhält die
Virtual Reality-Brille zum Beispiel per Handy-Gameapp,
wobei das Smartphone unmittelbar in der Brille
befestigt ist und derart den Spieler in eine virtuelle
Welt einbindet, in welcher er selbst durch Neigen und
Drehen des Kopfes selbst bestimmt, an welche Orte er
gelangen will. Noch einen Schritt weiter gehen VRBrillen,
welche über eine Frontkamera verfügen, um
die unmittelbare Umgebung abzufilmen und in das
Spiel miteinzubinden. Klingt futuristisch, ist es auch
und es gibt sie bereits zu erwerben!

Und was hat dieses virtuelle „Spielzeug” jetzt mit der
Fernsehrealität zu tun? Ganz einfach: Jedes der großen
Hollywood-Studios liebäugelt bereits damit, künftig
Film-Blockbuster nicht nur in der normalen Kinoversion
aufzulegen, sondern auch in einer VR-Variante,
welche vordergründig in speziellen VR-Kinos gezeigt,
gleichzeitig aber auch nachträglich für das virtuelle
Heimvergnügen aufbereitet werden. Was also mit 3DBlu-
rays bisher ganz gut funktioniert hat (welche über
einen 3D-Blu-ray-Player auf den 3D-fähigen Flat-TV
abgespielt werden), könnte auch mit VR-Filmen funktionieren
und den Heimcineasten komplett neue interaktive
Sehgewohnheiten bescheren.
Gänzlich wird die VR-Brille das TV-Gerät kaum aus
der Wohnumgebung verbannen können, denn das Glotzen von VR-Inhalten ist eine ziemlich „egoistische”
Betätigung: Jeder Benutzer sieht den Film ganz
allein für sich selbst. Was einerseits ungestörtes
Filmvergnügen bedeutet, andererseits die filmbegleitende
Kommunikation mit Partner oder Familie komplett
unterbindet.

GUTER TON STATT MISSKLANG. Egal wie groß, egal wie
teuer, die Achillesferse von Flachbildschirmen ist
deren Klang. Was nicht verwunderlich ist, fehlt ihnen
doch aufgrund der schmalen Bauweise schlicht der
Resonanzkörper, um klangliches Volumen aufbauen
zu können. Ein Umstand, der bei Nachrichten oder
Dokus kaum ins Gewicht fällt, bei Spielfilmen und
aktuellen TV-Serien sehr wohl. Darüber hinaus wird
aktueller Filmcontent überwiegend in Dolby Digital
(DD) ausgestrahlt, den zugehörigen Raumklang können
die TV-Lautsprecher aber nicht wiedergeben.
Abhilfe für diese klangliche Misere schafft eine
Soundbar, ein länglicher Zusatzlautsprecher, der mit
dem TV-Gerät gekoppelt wird und nicht nur die Klangbrillanz
optimiert, sondern per Subwoofer (Bass Speaker)
auch den entsprechenden Druck erzeugt.
Unterm Strich eine effiziente Lösung der Klangverbesserung,
der Weisheit letzter Schluß ist sie definitiv nicht.
Für Homecineasten führt daher kein Weg an einem AVReceiver
vorbei. Dieses nicht gerade zierliche „Kastl”
verteilt den Raumklang von TV-Gerät, Blu-ray-Player
und sonstigen Peripheriegeräten, je nach technischer
Ausstattung in 5.1-Surround bis hin zu 11.2.-Surround,
wobei bei letzterem satte 13 Lautsprecherboxen
zum Einsatz kommen, die sich vor, seitlich und
hinter dem Hörer befinden.
Zu glauben, das wäre das Ende der akustischen Fahnenstange,
irrt. Denn der topaktuelle Sound Standard
hört auf Dolby Atmos. Dieses von professionellen
Kino systemen auf das Heimkino adaptierte Prinzip
besteht darin, dass man durch die Verwendung von
zwei zusätzlichen deckenstrahlenden Lautsprechern
das horizontale Klangbild durch die vertikale Dimension
erweitert und man derart erstmals wirklich von
allen Seiten beschallt wird. Dazu braucht es einen
Dolby Atmos zertifizierten AV-Verstärker samt
5.1.2-Lautsprechersystem. Wobei die Zahlen für folgendes
stehen: 5 Boxen für Vorder- und Hintergrund,
1 Subwoffer und 2 Top-Surround-Speaker, die nach
oben abstrahlen. Mehr geht nicht! Zumindest heute,
morgen könnte das schon wieder ganz anders, ganz
neu, ganz revolutionär sein.
Um es mit den Worten von Möbel & Design Guide-Herausgeberin
Anna M. Del Medico zu sagen: „Es bleibt
spannend!”

 

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