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Service – Know-How

Begriffe & Bezeichnungen und was sich dahinter verbirgt.

Active Clean

Die Selbstreinigungsautomatik für optimale Sauberkeit und größtmöglichen Komfort. Mit ActiveClean werden Verschmutzungen bei hohen Temperaturen zu Asche verbrannt, die anschließend einfach ausgewischt werden kann.

Alcantara

Markenname eines Mikrofaser-Vliesstoffs mit nubukähnlicher Erscheinung. Alcantara wird aus Polyester-Mikrofasern und Polyurethan hergestellt und als Bezugsstoff verwendet.

Anilinleder

Unter diese Bezeichnung fallen Leder mit einer Durchfärbung mit wasserlöslichen Anilinfarbstoffen. Anilinfarben färben transparent und verdecken nichts und erhalten so am besten die natürlichen Eigenschaften des Leders.

Aufpolstern

Wurden bei Polstermöbeln hochwertige Materialien eingesetzt, lohnt es sich, nach Abnutzung oder Beschädigung des Polsterstoffes diesen teilweise oder vollständig auszutauschen.

Ausrüstung

Darunter versteht man alle Verfahren der Textilveredelung, mit denen Rohgewebe verbessert werden sollen: z. B. Antiflamm, Appretur, Aufrauen, Beschichtung, Dämpfen, fungizide Ausrüstung, Imprägnierung, Karbonisieren, Merzerisieren, Scheren, Walken.

Bauhaus

Eine im Jahr 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete Architektur-, Kunst und Kunsthandwerksschule, die einflussreichste für die Gestaltung im 20. Jahrhundert. Das deklarierte Ziel war die enge Zusammenarbeit zwischen Künstlern und der Industrie, und so trug das Bauhaus entscheidend zur Entwicklung des modernen Industriedesigns bei.

Beizen

Veränderung der natürlichen Farbe von Holz durch lösliche Farbstoffe. Sie dringen in die Holzfaser ein, Farbpigmente lagern sich auf den Holzfasern ab, chemische Zusätze reagieren mit den Inhaltsstoffen des Holzes. Man unterscheidet Farbstoffbeizen, chemische Beizen und Kombinationsbeizen.

Beschichten

Man spricht von beschichtetem Leder und beschichtetem Stoff. Spaltleder und geschliffene Leder können zum Beispiel in einem Druck-, Gieß- und Spritzverfahren beschichtet werden. Um modische Metalleffekte zu erzielen, erfolgt die Beschichtung durch Folien und Klebstoff. Beim Beschichten von Stoff werden auf der Rückseite Kunststoff und Latex aufgebracht. Dadurch verändern sich das Flächengewicht, der Griff und die Festigkeit des Stoffs.

Beschläge

Der Sammelbegriff steht für verschiedene Vorrichtungen zum Schließen, Halten, Aufklappen oder für andere Bewegungen von Möbelteilen. Am Polstermöbel ermöglichen sie zum Beispiel Höhen- und Tiefenverstellbarkeit und Dreh- und Schwenkbarkeit.

Bezugsstoff

Darunter versteht man alle zum Polstern geeigneten Textilien. Auswahlkriterien sollten Scheuerbeständigkeit, Lichtechtheit, Reibechtheit und elektrostatisches Verhalten sein.

Bossennaht

Bezeichnung für eine gerade oder gewölbte Naht, die den Bezugsstoff mit dem Grundpolster verbindet und an dieser Stelle eine tiefe Einschnürung erkennen lässt.

Brokat

Mit Metallfäden durchwirktes Jacquardgewebe, das als Bezugsstoff dient. Bei Brokatimitationen wird ein metallischer Effekt durch Aufdrucke erreicht. Brokat (jacquardgewebtes Flachgewebe) zählt zu den reichsten und kunstvollsten Geweben überhaupt.

Bugholzmöbel

Möbel, die aus gebogenen Holzteilen hergestellt werden – ein Verfahren, das von Michael Thonet entwickelt wurde. Die geradfasrigen Hölzer etwa der Rotbuche werden unter Wasserdampf bei 100 bis 120 °C verformt.

Bürsten (Holz)

Durch in Längsrichtung ausgeführtes Bürsten von Nadel- oder Laubholzflächen mit einer Spezialdrahtbürste entsteht eine ähnliche Oberflächenstruktur wie beim Sandstrahlen.

Changieren

Bezeichnung für die mehrfarbig schimmernde Optik eines Stoffs. Der Effekt entsteht durch Verwendung unterschiedlich gefärbter Kett- und Schussfäden.

Compasso d’Oro

Ein Designpreis, der 1954 von der italienischen Kaufhauskette „Rinacente“ ins Leben gerufen wurde und heute zu den bedeutendsten und beachtetsten seiner Art gehört.

Corian®

Ein Verbundstoff aus natürlichen Mineralien und Acrylpolymer für hochwertige Oberflächen, der seit über 30 Jahren exklusiv von DuPont hergestellt wird. Er ist porenfrei, verschleiß- und hitzefest und chemisch stabil. Neben Arbeits- und Ablageflächen wird Corian zunehmend auch im Bad- und Wohnbereich (Möbel) eingesetzt.

Dampfgaren

Eine gesunde und geschmacksschonende Zubereitung von Lebensmitteln nur mit Wasserdampf ohne Zugabe von Fett im Dampfgarer.

Design

Das Wort Design bedeutet meistens Entwurf und Formgebung, im Regelfall auch unter dem Gesichtspunkt der Schönheit. Es ist ein lateinisches Lehnwort (designare = (be)zeichnen), das in viele europäische Sprachen Eingang gefunden hat. Im Englischen und Französischen bedeutet „design“ Gestaltung oder Entwurf, während das italienische „disegno“ Zeichnung bedeutet und zusätzlich die Formgebung betont. Ziele des Designs sind Funktionalität, optische Gefälligkeit und eine Steigerung der Vermarktbarkeit von Produkten.

Dessin

Branchenübliche französische Bezeichnung für Muster von Textilien.

Ergonomie

Die Analyse von Menschen und bestimmter physischer und psychischer Merkmale, um auf dieser Basis die optimale Gestaltung von Produkten zu ermitteln, die Sicherheit und Effizienz gewährleisten sollen. Im engeren Sinne versteht man unter Ergonomie das problemlose und leichte Bedienen der Geräte am Arbeitsplatz durch den Anwender. Sie beschreibt eine zentrale Thematik des Designs, vor allem bei Sitzmöbeln und Arbeitsgeräten.

Federbänder

Flache Spiralfedern mit einer Breite von zirka 1,5 mm. Sie werden als federnder Untergrund bei Sitzkis-sen- bzw. Rückenkissenpolsterungen und als Unterfederung bei Matratzen eingesetzt.

Federkernmatratze

Sie bestehen aus einem Stahlfederkern. Sind die Federn in Reihen in Stofftaschen eingenäht und diese zu einer Fläche verklammert oder verklebt, spricht man von einem Taschenfederkern. Metallfedern mit einer bauchigen Form bezeichnet man als Tonnentaschenfederkernmatratze. Über dem Federkern sind verschiedene Materialien als Polsterung verarbeitet. Bei Markenprodukten dient eine Filzplatte als Polsterträger, um die Polsterung davor zu bewahren, von den Metallfedern durchgerieben zu werden. Auf der Polsterung aus Schaumstoff liegt der Bezug.

Flame Tronic

Bei dieser Gaskochstelle wird elektronisch gezündet, überwacht und abgeschaltet.

Form

Einer der zentralen Begriffe im Design. Im Spannungsfeld zwischen Form und Funktion findet der eigentliche Designprozess statt. Der Satz „Form follows function“ – die Form folgt der Funktion – wurde 1894 vom Architekten Louis H. Sullivan geprägt.

Formgebung

Ein allgemeiner Begriff für Gestaltung. Im Unterschied zum Styling besteht ihr Anliegen in der gleichzeitigen Verbesserung von Form und Funktion.

Freischwinger

Stühle und Sessel mit einem in S-Form gebogenen Rahmen aus Holz oder Metall, der beim Sitzen leicht federt.

Funktion

Bezeichnet im Produktdesign und in der Architektur den Verwendungszweck eines Objekts.

Funktionalismus

Stilrichtung der Architektur und des Designs. Unter bewusster Vernachlässigung von Dekor und Ornamenten wird der Schwerpunkt auf die technische Funktion gelegt. Die Idee wurde im 18. Jahrhundert entwickelt.

Funktionspolstermöbel

Polstermöbel, die mit einer speziellen Funktion ausgestattet sind, zum Beispiel TV- und Relax-Sessel, Bettsofa.

Futon

In traditionellen japanischen Räumen werden spezielle Futons als Schlafunterlage auf den Boden gelegt. Die „westliche“ Bedeutung von Futon bezieht sich auf ein niedriges Bett, das an den Kopf- und Fußenden offen ist, also nicht durch Holzplatten oder Metallleisten begrenzt wird, und die auf diesem Bett aufliegende Matratze. Während der dünne japanische Futon fast ausschließlich mit Baumwollfasern gefüllt ist und deshalb viel Pflege benötigt, ist das westliche Gegenstück zusätzlich mit Rosshaar, Schurwolle und Naturlatex angereichert, was die Weichheit erhöht und auch den Pflegebedarf verringert.

Fuzzy-Control (auch Fuzzy-Logic, Digitronic, 6th Sense, Dynamic Sense)

Elektronische Kontrolle bei jedem Schritt des Waschvorgangs. Gibt die richtige Wassermenge ab und regelt die Spülzeit, veranlasst bei zu viel Schaum (Schaumerkennung) einen zusätzlichen Spülgang und kontrolliert den Schleudervorgang. Regelt im Mikrowellengerät die Temperatur gradgenau.

Gurte

Sie dienen zum Aufbau von elastischen Rücken- und Sitzpolsterungen. Verwendet werden gewebte Gummi- und Vollgummigurte. Unelastische Gurte aus Jute dienen zum Aufbau der Unterpolsterung.

Halogen-Glühlampe

Gefertigt seit den 1950er Jahren, hat sie das Leuchtendesign revolutioniert. Sie unterscheidet sich von der herkömmlichen Glühlampe durch eine erheblich größere Lichtausbeute bei minimierter Lampengröße. Möglich wird das durch eine Glühwendel aus Wolfram-Metall und die Füllung der Birne mit Brommethan. Man unterscheidet zwischen Hochvolt-Halogenlampen, die mit 220 Volt Netzstrom und bis zu 500 Watt betrieben werden, und Niedervolt-Halogenlampen, die einen Transformator benötigen.

Halogen-Ring-Heizung (auch Halogen-Ring-Kochzone, High-Speed-Hochzone, Speed Light, Superblitz, Sprint-Star, Quick Therm, Quick Star)

Die neuen HighSpeed-Kochzonen verkürzen die Ankochzeit erheblich – je nach Kochgeschirr und Menge um bis zu 20 Prozent.

Haptik

Die Lehre vom Tastsinn spielt im Design eine zentrale Rolle. Der Tastsinn entscheidet im Bezug auf Griffsicherheit (Geräte), und andererseits spielt er über das Griffempfinden eine große Rolle bei der Gestaltung von Oberflächen. Die Oberfläche entscheidet oft mehr über das emotionale Verhältnis, das man zu Produkten entwickelt, als etwa Farbe und Material.

Hightech

Eine Stilbezeichnung, die sich formal durch die Verwendung von offenen Strukturen, offen liegende Konstruktionen, die Verwendung von Materialien wie gestanztem Blech oder gebürstetem Edelstahl auszeichnet. Umgesetzt wurde dieser Stil sowohl in der Architektur als auch im Design.

Husse

Die Bezeichnung (französisch: Housse) eines dekorativen textilen Überwurfs für Polstermöbel. Diese Art der Polsterung lässt Ihr Möbelstück legerer wirken.

Hydrophobierung (Leder)

Arbeitsgang in der Lederherstellung, der das Material „wasserabweisend“ macht. Dazu werden die Faserzwischenräume mit einer wasserabdichtenden Substanz (z.B. Fett, Paraffin) geschlossen oder es werden Substanzen verwendet, die den Faseroberflächen die Fähigkeit nehmen, Wasser aufzunehmen und weiterzuleiten.

Härtegrad (Matratze)

Matratzen werden in unterschiedlichen Härtegraden angeboten. Als „Maß“ wird meist das Körpergewicht des Kunden herangezogen. Gängig sind folgende Einheiten: weich (HG 1 – bis 60 kg), mittel (HG 2 – bis 80 kg) und hart (HG 3 – über 80 kg). Es handelt sich dabei allerdings um keine genormten Einheiten.

Induktion

Umwandlung von elektrischem Strom an der Kochstelle in elektromagnetische Magnetfelder. Diese erzeugen im Topfboden Hitze, die Kochplatte selbst bleibt kalt. Induktionskochen heißt deshalb auch „kaltes Kochen“.

Industriedesign / Industrial Design

Der englische Begriff steht für den Entwurf (= Planungs-, Entwicklungs- und Herstellungsphasen) industriell herstellbarer Produkte.

Info Control

Abnehmbarer Sender, der Hausgeräte über Distanz kontrolliert.

Interior Design

Innenarchitektur, Inneneinrichtung, Innengestaltung.

Jacquard

Gewebe, benannt nach ihrem Erfinder Joseph-Marie Jacquard, bei dem das Muster durch aufwendiges Verweben der Garne entsteht (im Gegensatz zu aufgedruckten Mustern).

Jugendstil

Stilepoche von 1890 bis 1910. Hauptmerkmale sind florale und vegetabile Formen. In Österreich wird die Epoche „Sezessionsstil“ genannt, in Frankreich „Art nouveau“, in Spanien „Modernismus“. Zentrale Anliegen des Jugendstils waren die Schaffung eines neuen, umfassenden Stils, die Rückbesinnung auf die Natur und die Wiederbelebung des Kunsthandwerks. Ein wichtiges Zentrum des Jugendstils waren die Vereinigten Werkstätten.

Katalytische Selbstreinigung

Fett- und Schmutzteilchen werden auf einer rauen Emailoberfläche in eine Vielzahl kleinster Tropfen zerlegt und bei Temperaturen über 200 °C zum Großteil verbrannt.

Keder

Damit bezeichnet man eine in ein Stoffband gefasste Schnur. Kantennähte von Kissen oder Polstermöbeln werden damit einerseits stabilisiert und haltbar gemacht, anderseits dienen sie als dekoratives Element.

Korpus

Der Korpus ist die tragende Grundkonstruktion eines Polstermöbels (nicht zu verwechseln mit dem Gestell!).

LED

Kurzform für Light-Emitting Diode – Licht aussendende Diode. Eine Leuchtdiode ist ein elektronisches Halbleiterbauelement.

Latexmatratzen

Sie bestehen aus Naturgummi mit synthetischen Anteilen zur Stabilisierung. Der Anteil an Naturlatex ist je nach Qualität sehr unterschiedlich und reicht von null (Synthese-Latex) bis zu 100 Prozent Latex. Latexmatratzen werden durch Vulkanisation hergestellt, indem die Latexmischung in eine Stahlform gegossen und anschließend erhitzt wird. Der Begriff „Naturlatexmatratze“ ist nicht geschützt. (Es gibt allerdings Qualitätssiegel! – siehe auch Naturlatex.) Der Latexkern ist meist zwischen 10 und 16 cm hoch und wird mit einem Drellbezug ummantelt, der seinerseits mit Schafwolle, Baumwolle, Vlies, Viskose, Wildseide oder anderen Materialien versteppt wird. Latexkerne verfügen meist über Luftröhren (Stiftlatex) oder Luftkammern (Kavernenlatex), in denen die Luft zirkulieren und eindringende Feuchtigkeit nach außen gelangen kann. Dem menschlichen Körperaufbau entsprechend werden durch diese Röhren und Kammern Matratzen in drei bis zu sieben unterschiedlich harte Liegezonen segmentiert. Schichtlatexmatratzen bestehen aus mehreren Schichten von Latex und Schaumstoffelementen, die mittels Klebstoffen fest miteinander verbunden sind.

Lattenrost

Ein Lattenrost besteht als Grundmodell aus Sichtholzleisten, in Naturgummipuffern gelagert.

Liegezonen

Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Körperregionen nach Stützung gerecht zu werden, sind Matratzen in sogenannte Liegezonen eingeteilt (zwischen drei und sieben).

MDF-Platte

Die mitteldichte Holzfaser- oder auch MDF-Platte (Medium Density Fiberboard) ist ein Holzfaserwerkstoff mit einer Dichte um 0,8 g/cm3, deren Verwendung hauptsächlich auf den Innenausbau beschränkt ist, jedoch auch im Möbelbau Verwendung findet. Die Dichte von Weichfaserplatten liegt meist bei zirka 0,1–0,4 g/cm3 .

Matratze

Polster, die man auf Lattenroste oder Unterfederungen legt, um komfortables Liegen und Schlafen zu ermöglichen. Der Kern der Matratze ist u.a. aus Schaumstoff, Latex oder Naturprodukten und wird mit einem Bezug (zumeist aus einem elastischen Stoff wie etwa Jersey) ummantelt, der mit unterschiedlichen Materialien versteppt ist – zum Beispiel Schafwolle, Vlies, Baumwolle, Wildseide oder auch Rosshaar.

Memphis

Eine Mailänder Gruppe von Möbel-, Textil- und Keramikdesignern (Ettore Sottsass, Barbara Radice, Andrea Branzi, Aldo Cibic, Hans Hollein, Matteo Thun u.a.). Der Name entstand in Anlehnung an Bob Dylans „Memphis Blues“. Der Stil – lebensfroh, farbig – brach mit dem Funktionalismus und beherrschte fast konkurrenzlos die 1980er Jahre.

Minimalismus

Reduktion der Form und weitgehender Verzicht auf Farbe sind typisch für den Minimalismus. Er entstand Anfang der 1980er Jahre als Reaktion auf eine überladene und üppige Formensprache (Memphis).

Möbel

Oberbegriff für Einrichtungsgegenstände in Wohnungen, Geschäften oder Büroräumen, aber auch im Außenbereich. Ein Möbel ist zweckgebunden und dient der Aufnahme von Gegenständen, dem Verrichten von Tätigkeiten, dem Sitzen oder Liegen.

Nachlauf-Automatik

Nach dem Ende des Kochvorgangs läuft das Gebläse des Dunstabzugs noch zehn Minuten und schaltet sich dann selbsttätig ab.

Nappaleder

War ursprünglich nur die Bezeichnung für Handschuh- und Bekleidungsleder, heute ein Sammelbegriff für besonders geschmeidige Glattleder mit vollen Narben aller Tierarten und Verwendungszwecke. Benannt ist es nach dem Napa Valley in den USA.

Naturlatex

„Reiner Naturlatex“ bedeutet, dass ausschließlich natürlicher Rohlatex zu den Schaumkernen verarbeitet wird ohne jegliche Anteile von synthetisch hergestelltem Latex. Synthetisch hergestellter Latex wird aus Erdöl-Raffinerieprodukten gewonnen, Naturlatex aus dem Harz von „Gummibäumen“ (wie Hevea brasiliensis), also aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Bezeichnung „100 % Naturlatex“ bezieht sich auf das Polymer und bedeutet nicht, dass bei der Herstellung des Latexschaums keine Hilfsmittel wie Konservierungsstoffe, Schäumungsmittel, Vulkanisiermittel und Alterungsschutzmittel zugesetzt werden! Es ist technisch nicht möglich, Latexkerne ohne derartige Hilfs- und Ergänzungsstoffe herzustellen.

Naturmatratzen

Diese Matratzen enthalten ausschließlich Materialien, die in der Natur vorkommen, etwa Kokosfasern, Rosshaar, Stroh und Seegras. Ihre Einsinktiefe ist begrenzt.

Nierenstütze

Darunter versteht man eine gepolsterte Vorwölbung in der Rückenlehne (in Höhe der Lendenwirbel) eines Polstermöbels. Sie ermöglicht ein ermüdungsfreies Sitzen und erhöht den Sitzkomfort.

Nubukleder

Feinstes Leder, das auf der Narbenseite leicht angeschliffen wird und dadurch einen samtartigen Charakter erhält. Für Nubukleder werden Kalbfelle oder Rinderhäute verwendet.

Objektmöbel

Möbel für den kommerziellen Bürobereich und für Wartezonen in öffentlichen Gebäuden.

Organisches Design

Parallelbewegung zu den geometrischen Tendenzen des Funktionalismus und Minimalismus. Die Stromlinienform der 1950er Jahre gilt als Höhepunkt des organischen Designs, der Nierentisch ist das bisher erfolgreichste Produkt. Revival in 1980er Jahren.

Ottomane

Bezeichnung eines niedrigen Sofas ohne richtige Rückenlehne und mit nur einer Armlehne.

PS-Matratzen

Ein elastischer Kern (PUR, Kaltschaum oder ein Sandwich aus Kaltschaum und viskoelastischem Schaumstoff) wird mit Latex durch Vulkanisieren zu einer Einheit verbunden.

Plagiat

Ein unrechtmäßig nachempfundenes, kopiertes Produkt (auch Kunst-, wissenschaftliches Werk). Durch die Einführung eines sogenannten Gebrauchsmusterschutzes versucht man diesem Diebstahl geistigen Eigentums einen Riegel vorzuschieben.

Polsterdaunen

Das leichte, flaumige Material (meist von Enten und Gänsen) dient als Füllmaterial vor allem loser Polsterkissen. Daunen sind wärmespeichernd und haben trotz ihrer Leichtigkeit ein großes Füllvolumen – aber nur als Dreivierteldaunen: 70 Prozent Daunenanteil bei 30 Prozent Federn.

Polstergestell

Bezeichnet das „Fundament“ eines Polstermöbels. Man unterscheidet zwischen Blindholz- und Sichtholzgestellen. Sichtholzgestell ist die Bezeichnung für das sichtbare Gestell bei Polstermöbeln – zum Beispiel Buche, Kirsche oder Esche – ohne Splinte und Äste. Die Hölzer müssen dauerhaft formbeständig sein. Das Gestell wird verzapft, verdübelt und verleimt.

Polstervlies

Bezeichnung für die Schutzschicht zwischen Schaumstoff und Bezug. Es verhindert das Durchscheuern des Möbelstoffs von der Unterseite und besteht überwiegend aus Polyester.

Polyurethan (PUR)

Schaumstoff, der sowohl in der Produktion von Polstermöbeln als auch in der Herstellung von Möbeln eingesetzt wird. Gilt als eines der umweltfreundlichsten Materialien.

Prototyp

Im Design versteht man darunter die erste gebrauchsfähige Ausfertigung. Auf ihm basiert die Produktion identischer Serien. Vor der endgültigen Serie gibt es noch die sogenannte Nullserie, die für erste Prüf- und Testzwecke herangezogen wird.

Redesign

Darunter versteht man die Überarbeitung eines älteren Entwurfs. Es kann vom Designer selbst oder von einem anderen Gestalter stammen.

Reedition

Der Begriff steht für die Wiederauflage von industriellen Produkten, die nach längerer Unterbrechung wieder hergestellt werden.

Relaxsessel

Oberbezeichnung für einen Fernseh- bzw. Ruhesessel. Rücken- und Fußpositionen lassen sich manuell, mit leichtem Körperdruck oder per Motor auch mit Fernbedienung verstellen.

Rosshaarmatratzen

„Rosshaar“ kann auch vom Rind stammen. Einsinkwerte und Elastizität hängen von guter Kräuselung ab. Um einer raschen Kuhlenbildung vorzubeugen, sind regelmäßiges Rollen und Lüften nötig. Durch die Verarbeitung von Rosshaar mit Latex wurde dieses Problem beseitigt.

Récamière

Eine Récamière ist ein Sofa ohne Rückenlehne, aber mit gleich hohen, geschwungenen Armlehnen.

Schabracke

Bezeichnung für den unteren Abschluss beim Polstermöbel aus dem Bezugsstoff.

Schafschurwoll-Matratzen

Normal ist, dass sich die Körperkontur leicht eindrückt. Orthopädisch unerwünschte Kuhlen bilden sich erst nach ein paar Jahren, wenn die Schurwollmatratze regelmäßig gelüftet, gewalkt, gedreht und gewendet wird.

Schaumgummi

Ein Naturprodukt, aus der Milch des Gummibaums hergestellt (Latex). Schaumgummi hat sehr gute Polstereigenschaften, weil der hochelastische Kern immer wieder das ursprüngliche Volumen annimmt. Wird vorwiegend bei der Herstellung von Matratzen verwendet.

Schaumstoff

Das vollsynthetische Material weist dem Schaumgummi gleichwertige Eigenschaften auf.

Schaumstoffmatratzen

Sie bestehen meist aus einem Polyurethan/PUR-Kaltschaum/Visco-Matratzenkern (heute weitgehend FCKW–frei!). Für das Qualitätsmerkmal „Raumgewicht“ (RG) gilt: Je leichter der Schaumstoff ist, desto mehr wurde am Materialeinsatz eingespart und desto weniger langlebig ist die Matratze. Brauchbare Qualitäten beginnen bei RG 40, hochwertige Qualitäten liegen bei RG 50 bis RG 60.

Scheuertouren

Messeinheit, die das Ergebnis des „Martindale-Tests“ beschreibt. Je höher die Anzahl der Touren, deso resistenter verhält sich der Stoff.

Schlafsystem

Die Kombination von Matratzen mit dazu passenden Lattenrosten bezeichnet man als Bettsysteme.

Sofa

Ursprüngliche Bezeichnung für ein Sitzmöbel aus dem türkisch-arabischen Raum, das gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Europa eingeführt wurde. Man versteht darunter ein meist voll gepolstertes zwei- oder mehrsitziges Polstermöbel mit Arm- und Rückenlehnen.

Spanplatte

Holzspanwerkstoffe/Spanplatten sind Holzwerkstoffe, die aus Holzspänen und Kunstharzleim mittels Wärme und Druck hergestellt werden. Unter anderem werden Flachs, Bagasse und in geringem Maße auch Bambus oder Stroh verwendet. Als Klebesysteme werden verschiedene Kombinationen von Phenol, Formaldehyd, Harnstoff und Melamin eingesetzt.

Stahlrohrmöbel

Liege- und Sitzmöbel mit einem tragenden Gerüst aus Stahlrohr. Entwickelt wurden Stahlrohrmöbel von Architekten in den 1920er Jahren als Ausdruck industrieller Möbelproduktion (Le Corbusier, Marcel Breuer, Mart Stam und Ludwig Mies van der Rohe).

Stuhl

Bezeichnet ein Möbelstück zum Sitzen für eine Person, meist an einem Tisch. Die Mehrzahl aller Stühle hat vier Beine, eine Sitzfläche mit einer Sitzhöhe von 42 bis 48 cm und eine Lehne.

Teflon

Markenname der Firma DuPont für eine Faser und eine Fleckschutzausrüstung mit sogenanntem Antisoiling-Effekt. Textilien werden dabei mit Fluorchemikalien behandelt, was sie abweisend gegen trockene wie auch nasse Verschmutzungen macht.

TempControl

Bei Induktionskochzonen kann über die Funktion TempControl jede gewünschte Temperatur präzise gehalten werden.

Thermoelektrische Zündsicherung

Verhindert das Ausströmen von unverbranntem Gas. Bei Erlöschen der Flamme fällt die beim Zünden aufgebaute Thermospannung ab und unterbindet dadurch die Gaszufuhr.

Tropische Hölzer

Hölzer wie Teak, Mahagoni, Palisander, Kampala u.a. werden wegen ihrer attraktiven natürlichen Färbung und wegen ihrer besonderen Härte verwendet. Seit einigen Jahren wird vermehrt darauf geachtet, Hölzer aus Plantagenanbau zu verwenden.

Umweltverträglichkeit

Markenhersteller berücksichtigen bereits in der Produktentwicklung die Umweltverträglichkeit. Zulieferer verpflichten sich, nur gesundheitlich unbedenkliche und biologisch abbaubare Produkte zu liefern. Autorisierte unabhängige Institute prüfen die Einhaltung. Im Sinne der Umweltverträglichkeit wird auch auf weitgehende Vermeidung von Verpackung bzw. auf deren Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit geachtet.

Unikat

Bezeichnet im Design Objekte, die als Einzelstücke geplant sind.

Veloursleder/Rauleder

Ein an der Rückseite angeschliffenes Rindsleder, das mit der angerauten Seite nach außen verarbeitet wird. Veloursleder ist sehr weich, die Oberfläche wird meist schmutz- und wasserabweisend präpariert.

Viskoelastische Matratzen

Die besser unter dem Markennamen Tempur bekannt gewordenen Matratzen haben die Eigenschaft, sich dem Körper anzupassen. Die Körperwärme erlaubt ein Einsinken in die Matratze. Nach Veränderung der Liegeposition wird die ursprüngliche Form wiederhergestellt.

Vollholzmöbel

Ein Möbel, das gänzlich aus einer Sorte Holz besteht – „wie gewachsen“, nicht aus Sperrholz-, Faser-, Tischler- oder Spanplatten. Die einzelnen Bauteile dürfen aber aus mehreren Stücken gleicher Art, etwa in Streifen, zusammengeleimt sein. Dann wird auch von Leimholz gesprochen.

Wasserbetten

Bei diesen Betten besteht der Kern aus Wasser in einer Vinylumhüllung.

Waterlily

Markenname für ein Polstermaterial mit hohem Komfort, das zu den Schaumstoffen gehört. Es ist frei von Zusätzen wie FCKW, PCP etc. und wird wegen seiner Umweltverträglichkeit immer häufiger verarbeitet.

Weißpolster

Die mit Watte abgedeckte Polsterung wird anstatt erst mit Nessel direkt mit Bezugsstoff bezogen. Polstermöbel werden auch dann als Weißpolster bezeichnet, wenn das Polstermöbel mit einem vom Kunden beigestellten Stoff bezogen werden soll, die Bezugsarbeit aber bereits im Preis enthalten ist.

Wiener Werkstätte (1903–1939)

Von Josef Hoffmann, Koloman Moser und dem Bankier Fritz Wärndorfer gegründete Möbel- und Designfirma bzw. Büro für Innenarchitektur. Einer der prägnantesten Großaufträge war das als Gesamtkunstwerk geltende Sanatorium Purkersdorf (1903–1905).

Wikipedia (www.wikipedia.de)

„Offenes“ Lexikon im Internet, bei dem jeder (kostenlos) mitarbeiten bzw. (gratis) „nachschlagen“ kann. Konkret: Sämtliche audiovisuellen Fachausdrücke auf diesen Seiten können bei tiefergehendem Interesse seitens der Leserschaft dieses Guides en detail nachgelesen werden.

Ästhetik

Die Wissenschaft vom sinnlich Wahrnehmbaren. Alltagssprachlich werden Ästhetik und das Adjektiv ästhetisch fast ausschließlich als Synonym für schön verwendet.

Ökodesign

Design, das sowohl in der Produktionstechnik als auch in der Materialwahl Aspekte der Umweltverträglichkeit in den Vordergrund stellt (Recyclingmaterialien, Verringerung des Abfalls bei der Produktion etc.).

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