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DIE WIRELESS WELLE

DIE ZUKUNFT DER KABELLOSEN LEUCHTE HAT LÄNGST
BEGONNEN.

Kabellose Leuchten

DIE ZUKUNFT DER KABELLOSEN LEUCHTE HAT LÄNGST
BEGONNEN.

Unplugged. So lässt sich die neue große Freiheit beim
Thema Licht zusammenfassen. Endlich los vom Kabel!
Ciao Steckdose! Byebye stationäre Bodenleuchte. Wenn
Lichtdesigner vor einigen Jahren von neu gewonnener
Freiheit schwärmten, dann ruhte der Fokus auf robusten
Leuchten, die unbeschadet in diese Ecke des Zimmers
rollen durften, und später in eine andere. Bewegung
und Licht – das hat heute viele Väter. Veränderte Materialien
sind einer davon. Licht ist bekanntlich leicht. Mit
dem trendigen Werkstoff Aluminium hat es einen passenden
Partner gefunden, der heute für innovative
Leuchten fit gemacht wird. Ähnliches gilt für Polycarbonate,
die in so gut wie jeder vorstellbaren Schalenform
an Wand und Decken kleben. Doch auch Magnetleisten
und Kontakte tragen zur neuen Beweglichkeit von Lichtsystemen
bei. Apropos freier Umgang mit Licht: In
Fensterrahmen integrierte Technik eröffnet heute neue
Wege der Fassadenbeleuchtung – eine spannende Entwicklung
im Rahmen architektonischer Lichtideen.

STARCK STECKT DAS KABEL AB. Doch darum geht es
dennoch nur am Rande. Wer unplugged sagt, der
meint das auch: kabellos. Philippe Starck war wieder
mal ganz vorne mit dabei. Sein Modell für Flos, eine
verkupferte kleine Tischleuchte, heißt ganz schlicht:
Unplugged. „Kabel sind heute echt archaisch“, sagt
Starck dazu. Auf ähnliche Entwürfe musste die
Branche denn auch nicht lange warten, und sie
werden mit jeder Messe mehr. Da wäre die kleine
Leuchte des Ferruccio Laviani für Kartell. „Battery“
heißt sie, aber mit dem Freiraum von Taschenlampen
hat das nichts zu tun. Ganz im Gegenteil: Der italienische
Designer wählte die konservative Form ganz
bewusst. Knallig bunter transluzider Kunststoff à la
Kartell trifft hier auf das 1:1-Abbild einer historischen
Nachttisch leuchte. Bloß Kabel sucht man vergeblich.
Ein wohl kalkulierter Effekt, der angesichts der altmodischen
Form für besonders starke Kontraste
sorgt. Wie beim Starck-Entwurf funktioniert die
Stromzufuhr auch hier mittels elektrischem Micro USB
Anschluss, der eine Batterie von sechs Stunden Laufzeit
speist. Es gibt sogar Erweiterungen dieser Idee:
So kombiniert der schwedische Hersteller Wästberg
seine kabellose Tisch- und Wandleuchten-Kollektion
w152 Busby mit praktischen USB-Buchsen für den unstillbaren Energiehunger von Computer, iPhone & Co. Ganz nach dem Motto: wenn schon digital, dann
für alle.

BIN IM GARTEN!
Ferruccio Lavianis augenzwinkerndes
Spiel mit vertrauten Formen und neuer Technik ist
typisch für die mobilen Leuchten der Gegenwart. Vor
noch nicht allzu langer Zeit setzte das Design tragbarer
Leuchten auf eine gewisse Outdoor-Robustheit,
die sich nicht selten mit industrieller Ästhetik paarte.
Jetzt ist der digitale Charme am Drücker. So verzichtet
auch die Marset-Leuchte „Follow me“ auf wetterfesten
Wind- und Regen-Look. Die Designerin Inma
Bermúdez setzte lieber auf den spannenden Transfer
von Salon-Romantik Richtung Außenbereich. Der vertrauten
Form eines weißen Lampenschirms wird dabei
ein robuster Tragegriff aus Eichenholz zur Seite gestellt
– wobei letzterer in betont dunkler Umgebung in
den Hintergrund tritt. Die mit Dimmer versehene LED
Lichtquelle wird über eine eingebaute Batterie betrieben,
die sich auch hier via USB-Anschluss aufladen
lässt. Die Message ist klar: Outdoor-Look war gestern.
Leuchten vom Schlage der „Follow me“ haben besseres
anzubieten. Nämlich die Bequemlichkeit des geschützten
Sofas, die in lauen Sommernächten Richtung
Gartenterrasse wandert. Das Verschmelzen von
Innen- und Außenraum zählt zu den maßgeblichsten
Trends der aktuellen Wohnkultur. Was wetterfeste
Salon möbel und Aluminiumtische leisten müssen,
das muten Designer nun auch mobilen Leuchten zu.
Ein heimeliger Indoor-Look und wetterfeste Technik
sind dabei kein Widerspruch mehr. Das hat aber nicht
nur mit der Annäherung von Outdoor und Innenräumen
zu tun. Sondern auch mit veränderten mobilen
Lebensgewohnheiten und mit offenen Grundrissen.
Mal steht das Sofa hier, dann landet der Laptop da.
Steife Steh-Leuchten kommen da nicht immer mit.

MOBIL MIT MAGNETISCHEM LADE-PUCK. Während
sich mobile Outdoor-Laternen via USB-Anschluss
speisen, wird bereits die nächste Generation der Wireless-
Welle vorgestellt. Darauf verweisen die brandneuen
mobilen Leuchten der Nimbus Group. So wird
die akkubetriebene Stehleuchte Roxxane Leggera CL
über einen magnetischen Lade-Puck an das Stromnetz
angeschlossen. Die Wand- bzw. Deckenleuchten
Winglet CL und Gravity CL verfügen über eine
magnetische Halterung und leuchten rund hundert
Stunden.



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