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STRAHLENDE ZUKUNFT

SMARTE, KABELLOSE LEUCHTEN SIND BEIM INTERNET DER DINGE ANGEKOMMEN UND LASSEN HERKÖMMLICHE
STEHLAMPEN ZIEMLICH STEIF AUSSEHEN.

Kabellose Leuchten

Die neue große Freiheit beim Aufwachen. Der Sonnenaufgang ist gnädig, er lässt sich Zeit – eine halbe Stunde, um genau zu sein. Mit dem hochsommerlichen Senkrechtstart des Feuerballs hat das Wake-up Light HF3531/01 von Philips nur wenig gemein. An natürlichen Vorbildern orientiert sich der Lichtwecker dennoch: Ganz allmählich steigert sich die Lichtintensität neben dem Bett. Mit der Schockbehandlung herkömmlicher Wecker hat diese Form des sanften Erwachens nichts mehr zu tun. Der Körper wird so stimuliert, wie es unseren Zellen und Genen seit Urzeiten eingetrichtert wird – durch das vertraute Spektakel der morgendlichen Dämmerung. Doch Philips setzte zuletzt noch ganz andere lichte Akzente. Das beweist die revolutionäre technische Innovation der Lampenserie „Hue“, die eine Brücke zum Internet der Dinge und zum Smart Home schlägt. Tatsächlich stellt „Hue“ eine Zäsur dar, deren Bedeutung wohl erst in der Rückschau eingeschätzt werden kann. Es handelte sich um das erste System von LED-Lampen, die sich per App aktivieren, dimmen und in puncto Farbe verändern lassen.

LEUCHTEN FÜR DAS SMART HOME.

Mit etwas technischem Geschick und einem Smartphone – gleichgültig ob iPhone oder Android – sowie einer Steuer-Bridge lässt sich dieses Leuchtmittel per Sprache steuern, und in Kombination mit einem Bewegungsmelder per Lichtsensor. Mittlerweile legte Osram mit „Lightfly“ nach – wobei sich mit dem Zwischenstecker „Lightfly Plug“ auch nicht-intelligente Leuchten integrieren lassen.

Der Schweizer Produzent Ribag unterstützt im Rahmen des Lichtsystems Ribag Air sogar die Synchronisation mit der Tageszeit. Smarte Beleuchtung verhilft so zu sanft getunten Übergängen zwischen Tages- und Kunstlicht und zu höherer Energieeffizienz. Die Anbindung an das Haussystem beschert dieser neuen Leuchten-Technologie zugleich eine spielerische Note. Zumal bereits wenige Programmierschritte ausreichen, um smarte Leuchten wie „Hue“ mit maßgeschneiderten Features zu versehen. Dann flackert es bei einer dringenden Mail vom Chef Alarm-Rot auf, oder beim Anruf der Liebsten romantisch Pink. 16 Millionen verfügbare Farben stehen dafür zur Verfügung.

LICHT OHNE WIEDERREDE.

Aber es geht keineswegs um Spielereien. Wohin die Reise führt, liegt auf der Hand. Und zwar im wahrsten Wortsinn: Weil Bluetooth LE (Low Energy) in aktuellen Smartphones bereits eingebaut ist, können diese direkt mit den Leuchten kommunizieren. Längst wurden passende Apps entwickelt, die bei richtungsweisenden Modellen zum Einsatz kommen. Sie prägen Produkte wie Oligos LED-Leuchte „Decent“ oder Axel Meises steuerbare Hängeleuchte „Sento sopeso“. Eine sprachgesteuerte Lampenfassung gibt es mittlerweile ebenfalls. Sie heißt „Vocca“, und kommt ohne WiFi oder aufwendiger Montage aus. Die Bedienung funktioniert wie Siri & Co auf Zuruf. Alles, was man dann sagen muss, ist der Befehl: „Go Vocca Light!“ Wer bereits im Bett liegt, wird solche Vorteile zu schätzen wissen. Ähnliches trifft auch auf jene Gestensteuerung zu, die Schnurzüge und Kippschalter
ebenfalls ziemlich alt aussehen lässt. Wisch mir mal das Licht an! Auch dieser Befehl ist allzu typisch für den aktuellen Innovationsschub, der heute den Leuchtensektor prägt. Wie durch Zauberhand Licht ein- oder ausschalten und dimmen? Verglichen mit den komplexen Ansätzen von Smart Home und von Künstlicher Intelligenz mutet diese Technologie erstaunlich banal an. Sie funktioniert mithilfe von eingebauten Sensoren, die innerhalb eines definierten Raums die Bewegung der Hand erfassen, und die so für das Ein- und Ausschalten sorgen. Ruht die Hand einige Zeit, so wird die Dimmerfunktion aktiviert.

LIGHT TO GO.

Passend zu WLAN und Sprachsteuerung sorgt eine andere Entwicklung bereits seit Längerem für einen erweiterten Aktionsradius. Die Rede ist von jener Wireless-Welle, die herkömmliche Stromkabel verschwinden und USB Ladedocks auftauchen lässt. Mobile Leuchten ohne Kabel sind im Rahmen der Verschmelzung von Outdoor und Innenräumen, aber auch angesichts veränderter mobiler Lebensgewohnheiten und offener Grundrisse ideal. Mal steht das Sofa hier, dann landet der Laptop da – für mobile Leuchten wie w152 Busby vom schwedischen Hersteller Wästberg kein Problem. Dank dreier USB-Anschlüsse zum Laden anderer Geräte ist dieses Modell überdies hochgradig teamfähig. Andere akkubetriebene Leuchten werden über magnetische Lade-Pucks an das Stromnetz angeschlossen. Oder sie fallen so stimmungsvoll wie Imma Bermúdez‘ trag- und aufladbare LED Tischleuchte „Follow Me“ aus, deren Name durchaus wörtlich zu nehmen ist. Sie erinnert nicht zufällig an eine Laterne. So romantisch kann unplugged sein!

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