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Hästens Auroria Royal Navy

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Vi-Spring Loft

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Schramm Pablo

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Wittmann Adele

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Treca Interiors Escale

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SCHLAFEN – INDIVIDUELL WIE NIE

ANGEPASST AN GÄNGIGE WOHNMODELLE BIETET DER
MARKT NUN EINE VIELFALT AN BETTEN, DIE DEM
MÜDEN RÜCKEN, ABER AUCH DEM DESIGNKRITISCHEN
AUGE GUT TUN.

Wer tagsüber ständig sitzt, muss nachts gut liegen.
Ein ganz simpler Rückschluss, der nun, nach vielen
Jahren des Predigens von Schlaf-Spezialisten, langsam
doch in seiner vollen Tragweite begriffen wird. Während
die Auswahl des Bürosessels einem nicht immer
individuell offen steht, ist das beim Bett sehr wohl der
Fall. Verspannungen als noch harmloseste Folgewirkung
langen und falschen Sitzens grassieren wie nie
zuvor, proportional wächst das Begehr nach einer Liegestatt,
die dem Körper bei der Regeneration bestmöglich
hilft. Denn Schlafen ist aktive Erholung und
für den menschlichen Körper überlebensnotwendig.
Die alltäglichen Herausforderungen sind in ständigem
Wandel, und so verändern sich natürlich auch die
Betten und Matratzen. Vorbei die Zeit der klassischen
französischen 180x200-Gewohnheit mit Raumschiff-
Charakter als einzige Alternative fürs eheliche Schlafgemach
– ein Bett von heute muss schon mehr können.
Angepasst an gegenwärtige Wohnmodelle, in denen
es mehr und mehr Single-Haushalte, aber umgekehrt
auch mehr große Schlafzimmer gibt, findet sich –
manchmal mit Aufpreis – alles, was der müde Rücken
will, aber auch dem design-kritischen Auge gut tut.

ALLE BREITEN, HÖHEN UND QUALITÄTEN. Während die
ursprünglich aus Amerika stammenden Boxspringbetten
weiterhin boomen, baut sich in Europa parallel
ein Markt für ähnlich gebaute Modelle auf, die jedoch
punkto Breiten, Höhen und vor allem Matratzen deutlich
flexibler sind. Wenn nicht gerade aus dem Billigst-
Segment gewählt, bieten Hersteller nun nahezu
durchgehend individuelle Gestaltbarkeit: Bezüge in
zahllosen attraktiven Stoffqualitäten und Lederfarben
machen rein optisch alles möglich; aber vor allem
dem Lattenrost und der individuell abgestimmten
Matratze wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
120 oder 140 Zentimeter breite Schlafstätten passen
in jede Kleinwohnung, dazu muss man aber nicht
mehr auf einem bodennahen Futon herumkrabbeln.
Im Gegensatz zu Boxspringbetten, bei denen Korpus,
Lattenrost und Matratze eine fixe Einheit bilden, verfügen
sie meist durch Klappfunktion auch noch über
großzügigen Stauraum – ein nicht zu vernachlässigendes
Kriterium bei geringer Wohnfläche. Zu vielen Modellen gibt es auch passende Schubladen, die, auf
Rollen gleitend, die sonst verschwendete Leerfläche
unter dem Bett sinnvoll nutzen lassen.
Die Lattenroste präsentieren sich ebenfalls standardmäßig
variabel verstellbar und Matratzen werden bereits
in jedem gängigen Möbelhaus zum ausgiebigen
Testen angeboten. Sogar für zu Hause. Was den einen
Rücken drückt, kann für den anderen perfekt sein.
Das will jedoch erst herausgefunden werden und geschieht
nicht durch zehnminütiges Liegen in Straßenbekleidung,
womöglich noch vor Publikum.

TRAGENDE ROLLE DER MATRATZE. Federkernmatratzen
spielen weiterhin eine im wahrsten Wortsinn „tragende“
Rolle. Es gibt sie in der Boxspring-Variante –
also fix montiert und mit Höhen bis zu 30 Zentimetern.
Kommt obenauf noch ein Topper aus Kaltschaum zu
liegen, erleichtert das gerade älteren Menschen den
Ein- und Ausstieg beträchtlich und trägt sicherlich
zum Erfolg dieses Bettentyps bei. Lose Federkern-
Modelle sind in allen Stärken und Höhen zu finden –
wenn die Federn einzeln in Taschen eingenäht und
unterschiedlichen Widerstand bieten, ist dies der Erholung
der Wirbelsäule bereits sehr dienlich. Ihre Konkurrenz
kommt aber nicht nur aus den NASA-Labors.
Vielmehr gibt es Dutzende verschiedene Materialien,
mit denen Matratzen in Kombination gefüllt sein können.
Von Kaltschaum über Kokosfaser und Stroh bis
zum guten alten Pferdehaar wird von den Herstellern
alles verarbeitet, um die Angebotspalette zu individualisieren.
Den Bedürfnissen von Allergikern wird ebenso
entsprochen wie jenen von Bio-Wohnfreunden.
Körperzonengerecht in unterschiedlicher Härte und
Weichheit ausgeführt, sorgen sie punktelastisch für
echte „Ruhelage“ während des Schlafes. Das reine
Schaumgummi-Teil darf sich endlich verabschieden:
10 Zentimeter davon als Schlafunterlage sind heute
sogar für einen Teenie-Rücken eine Zumutung – zumal
auch Jugendliche große Teile ihrer Freizeit vor
dem Computer verbringen und bereits bei bis zu 70 %
dieser Altersklasse erste ernsthafte Beeinträchtigungen
des Bewegungsapparates verzeichnet werden.
Bereits dem jungen Körper ist also nachhaltig wohlgetan,
wenn er so gebettet wird, dass er bei der
nächtlichen Erholung bestmöglich unterstützt wird.
„Wie man sich bettet, so liegt man“, wusste bereits
Bertolt Brecht – dieser Satz, erweitert um „so lebt man“,
scheint endlich in der Gegenwart angekommen zu sein.

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