Manche Marken entstehen neu, andere kehren zu ihren Wurzeln zurück. Sophienwald gehört jedoch zu jenen besonderen Geschichten, in denen Vergangenheit, Handwerk und Leidenschaft zu einer neuen Zukunft finden.
Die Wurzeln von Sophienwald reichen bis ins Jahr 1725 zurück, als die Carl Stölzle Dynastie im Waldviertel die Glashütte in Alt Nagelberg begründete. Dort entstand über Generationen Kristallglas in aufwendiger Handarbeit, geprägt von Wissen, Erfahrung und einer Glaskultur, die tief in der Region verankert war. Fast 200 Jahre lang prägte die Carl Stölzle AG Niklashütte die Glasproduktion im Waldviertel und als die Manufaktur schließlich schließen musste, schien ein bedeutendes Kapitel österreichischer Glaskunst beendet. Doch manchmal liegt in einem Ende bereits der Anfang einer neuen Geschichte.
2010 erwarb Gerhard Illek das historische Gelände der ehemaligen Manufaktur und was zunächst als Investition gedacht war, entwickelte sich rasch zu einer persönlichen Leidenschaft. Bei der Durchsicht des Areals stieß Illek auf ein umfangreiches Archiv mit technischen Zeichnungen, Holzformen und originalen Glaswaren, die bis ins frühe 18. Jahrhundert zurückreichten. Unter den Fundstücken fanden sich auch Hinweise auf die Sophienwald Hütte, eine einst bedeutende Produktionsstätte innerhalb des Stölzle Glasimperiums, die erstmals 1725 in den Akten erwähnt wurde. Besonders historische Römerbecher beeindruckten Illek mit ihrer charakteristischen Tulpenform - diese Form wurde damals zur Inspiration und prägt bis heute die Identität von Sophienwald.
Aus der Faszination für das gefundene Erbe entstand schliesslich der Entschluss, die Marke neu zu beleben. 2013 begann Illek, erste Glasprototypen zu entwerfen und präsentierte diese im Jahr 2014 ausgewählten Winzern und Sommeliers. Die Reaktionen waren eindeutig und das Potenzial sofort spürbar. Kurz darauf traf Gerhard Illek auf Manfred Schwarz, einen renommierten Südtiroler Weinhändler, und aus dieser Begegnung wurde eine gemeinsame Vision. Beide beschlossen, Sophienwald neu aufzubauen und die historische Glaskultur in eine zeitgemäße Form zu übersetzen.
Heute entwerfen Illek und Schwarz jedes Glas von Hand und ihre Skizzen bilden die Grundlage für jedes einzelne Modell. Produziert wird nach traditionellen Prinzipien, in Holzformen und mit jener handwerklichen Sorgfalt, die Sophienwald so besonders macht. Wie vor mehr als 200 Jahren wird das Glas geblasen, geformt und vollendet. Jedes Stück bleibt ein Unikat - kleine Blasen, feine Unregelmäßigkeiten und minimale Abweichungen sind dabei keine Fehler. Sie sind Zeichen echter Handarbeit und tragen die Handschrift des Glasmeisters. Genau darin liegt die besondere Qualität von Sophienwald: Perfektion entsteht nicht durch sterile Gleichförmigkeit, sondern durch Können, Erfahrung und die lebendige Beziehung zwischen Material und Handwerk.
Das Sophienwald Rotweinglas Phoenix Bordeaux vereint traditionelle Glasbläserkunst mit technischer Präzision. Mundgeblasen, mit hauchdünner Wandstärke und perfekt geschliffenem Rand, fördert es die optimale Belüftung tanninreicher Bordeaux-Weine aber auch für reife Rieslinge oder Veltliner. Aus hochwertigem Kristallglas gefertigt, ist jedes Glas ein einzigartiges Unikat.
Das Sophienwald Rotweinglas Phoenix Bourgogne ist ein Meisterwerk traditioneller Glasbläserkunst, mundgeblasen und mit hauchzarter Wandstärke. Der tulpenförmige Kelch optimiert die Entfaltung von Pinot Noir, Chardonnay und feinen Nebbiolos. Ein handgeschliffener Rand und hochwertiges Kristallglas sorgen für Eleganz und Klarheit. Jedes Glas ein einzigartiges Unikat für anspruchsvollen Genuss.